Kindergeld 2014

Kindergeld 2014Kindergeld wird in Deutschland seit dem Jahr 1936 jeden Monat ausgezahlt. Für viele Familien, vor allem für Alleinerziehende, ist es eine sehr wichtige und notwendige Unterstützung zum Lebensunterhalt. Doch immer wieder kommen auch Kindergeldänderungen hinzu. Einkommensgrenzen werden angepasst oder bestimmte Kriterien für den Anspruch müssen neu oder anders erfüllt werden; so auch beim Kindergeld 2014.

Auf unserer Domain Kindergeld2014.de möchten wir daher aktuelle Informationen zum Kindergeld 2014 bereitstellen. Dabei wird vor allem auf das Jahr 2014 eingegangen, denn auch aktuell wird es wieder entsprechende Anpassungen geben. Zum einfacheren Verständnis werden an einigen Stellen im Text, wo von Paragrafen die Rede ist, diese in den wesentlichen Auszügen wiedergegeben. Sollten Rückfragen bestehen, würden wir Sie um Nachfrage bei Ihrer Familienkasse bitten.

Kindergeld 2014 Grundlagen

In Deutschland liegen der Auszahlung und dem Anspruch auf Kindergeld zweierlei Gesetze zugrunde. Nach diesen errechnet sich die Höhe des ausgezahlten Betrags. Im Prinzip wird in der Rechtsprechung auch zwischen zwei Personengruppen unterschieden. Die unbeschränkt Steuerpflichtigen und die beschränkt Steuerpflichtigen. Um die Grundlagen besser zu verstehen, soll als Erstes auf diese beiden Begriffe etwas genauer eingegangen werden.

Kindergeld 2014 in der unbeschränkten Steuerpflicht

Hierunter versteht man, dass sämtliches Einkommen dieser Personengruppe unbegrenzt der Steuerpflicht unterliegt. Dies bezieht sich auch auf alle Nebeneinkünfte sowie etwaige durch Kapitalanlagen verfügbare Zinszahlungen.

Eine genaue Definition findet man unter §1 vom Einkommensteuergesetz. Zum Personenkreis, auf welche dieses Recht Anwendung findet, zählen alle Menschen, die in Deutschland ihren Wohnsitz und somit ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Auch Staatsbedienstete und deren Angehörige, welche im Ausland tätig sind und von der öffentlichen Kasse entlohnt werden, gehören dazu.

§1 Steuerpflicht

(1) Natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, sind unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Zum Inland im Sinne dieses Gesetzes gehört auch der der Bundesrepublik Deutschland zustehende Anteil am Festlandsockel, soweit dort Naturschätze des Meeresgrundes und des Meeresuntergrundes erforscht oder ausgebeutet werden oder dieser der Energieerzeugung unter Nutzung erneuerbarer Energien dient.

(2) Unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind auch deutsche Staatsangehörige, die
1.im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und
2.zu einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts in einem Dienstverhältnis stehen und dafür Arbeitslohn aus einer inländischen öffentlichen Kasse beziehen,
sowie zu ihrem Haushalt gehörende Angehörige, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder keine Einkünfte oder nur Einkünfte beziehen, die ausschließlich im Inland einkommensteuerpflichtig sind.[...]

Kindergeld 2014 in der beschränkten Steuerpflicht

Unter beschränkt Steuerpflichtig versteht man alle Personen, die in Deutschland Einkünfte erzielen aber ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt nicht im Inland haben. Alles Weitere hierzu regelt der §49 im Einkommenssteuergesetz.

§ 49 Beschränkt steuerpflichtige Einkünfte

(1) Inländische Einkünfte im Sinne der beschränkten Einkommensteuerpflicht (§ 1 Absatz 4) sind
1. Einkünfte aus einer im Inland betriebenen Land- und Forstwirtschaft (§§ 13, 14);

Nach diesen beiden Kategorien wird in Deutschland also das jeweilige Kindergeld berechnet und ausgezahlt. Für unbeschränkt Steuerpflichtige gilt somit einzig und allein das Einkommenssteuergesetz als Grundlage zur Kindergeldzahlung und Kindergeldbewilligung.

Bei beschränkt Steuerpflichtigen greift dagegen das Bundeskindergeldgesetz. Das Bundeskindergeldgesetz besteht insgesamt aus vier Abschnitten. Im ersten Abschnitt werden alle Leistungen und deren Höhe geregelt. Der zweite Abschnitt befasst sich mit der Organisation und den Verfahrensweisen, wobei unter diesem Punkt auch festgeschrieben wurde, welche Nachweise der Antragsteller zu erbringen hat.

Der dritte Teil umfasst die Bußgeldvorschrift. Dieses Bußgeld kann dann verhängt werden, wenn Kindergeld unter der Angabe falscher Daten beantragt wurde. Im letzten und vierten Abschnitt sind alle Übergangs- und Schlussvorschriften zusammengefasst. Schon gleich zu Anfang dieses Gesetzes, im §1, findet sich übrigens auch ein Verweis auf das Einkommenssteuergesetz.

Nach diesem liegt für die Zahlung des Kindergeldes, der Kinderfreibetrag zugrunde. In einigen Fällen kann die Familienkasse die Zahlungen also nach dem Kinderfreibetrag anweisen, selbst wenn der Antragsteller nur beschränkt steuerpflichtig ist. Um dies zu ermitteln, wird eine sogenannte Günstigerprüfung durchgeführt. Im Bundeskindergeldgesetz werden auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe und der Kinderzuschlag geregelt.

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